Sommer 2017

3DO führt die erste Sommerkampagne durch

Im Juli und August fand die erste Sommermesskampagne des 3DO Verbunds in Berlin und Stuttgart statt, während in Hamburg seit dem 16. August bis Ende September gemessen wird. Wie bereits im Winter werden meteorologische Größen und Luftschadstoffe in unterschiedlichen Höhen gemessen. Die Daten werden zur Evaluierung eines durch Modul A neu zu entwickelnden Stadtklimamodells eingesetzt.

Zusätzlich zu Wind, Turbulenz, Luftschadstoffausbreitung, Lufttemperatur und –feuchte wurden auch die Oberflächentemperaturen von Wänden, Böden, Dächern bestimmt, sowie Messgrößen, die für das Bioklima des Menschen (z.B. an Hitzetagen) wichtig sind, in den Fokus gestellt. Mit Messgeräten ausgestattete Handwagen und Fahrräder waren auf festgelegten Routen, z.B. in der Nähe des Ernst-Reuter-Platzes, unterwegs. Wissenschaftliche Mitarbeiter liefen mit schweren Rucksäcken, die mit Messgeräten bestückt waren, ebenfalls bestimmte Routen ab, um die meteorologischen und lufthygienischen Bedingungen, denen Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer im Straßenraum ausgesetzt sind, zu erfassen. Messflüge mit Gleitern der Universität Augsburg und Multikoptern der Leibniz Universität Hannover fanden dieses Mal auch auf dem Tempelhofer Feld statt. Im Gegensatz zum Winter war im Sommer nicht der Nebel ein Störfaktor, sondern stärkere Winde und Böen, die zum Teil keine Aufstiege erlaubten.

In Stuttgart wurden im Wesentlichen die gleichen Messgrößen wie in Berlin erfasst, der Schwerpunkt liegt jedoch, aufgrund der Kessellage von Stuttgart auf der u.a. durch das Relief bedingten Luftzirkulation und der damit verbundenen Schadstoffausbreitung. Neben Profilmessungen per Fahrrad,Zahnradbahn und Messbus, kam auch ein Fesselballon zum Einsatz, um nur einige der eingesetzten Messplattformen und -systeme zu nennen.

In Hamburg liegt wie bei der Winterkampagne der thematische Schwerpunkt auf der kleinräumigen Variabilität des Windfeldes im städtischen Raum. Die Windmessungen werden rund um die HafenCity Universität an sechs Stationen durchgeführt. Ergänzt werden diese Messungen durch einen weiteren 10 m Messmast auf einem Dach sowie durch die bodengestützte Messung von Windgeschwindigkeiten mittels Laser bis zu einer Höhe von 1000 m. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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Messungen mit dem Ecobot der Universität Innsbruck
© Ines Langer, Institut für Meteorologie,
Freie Universität Berlin 2017
Multikopter der Leibniz Universität beim Messen
© Ines Langer, Institut für Meteorologie,
Freie Universität Berlin 2017
   
doppler_radar fisheye
Dopplerradar im Einsatz nahe Stuttgart © Karlsruhe
Institut für Technologie, IMK - TRO 2017
Aufnahme einer Messstation der Technischen Universität
Berlin mit Fischaugenobjektiv in Steglitz © Fachgebiet
Klimatologie, Technische Universität Berlin 2017
   
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Unterwegs mit dem Messfahrrad der TU Braunschweig
© Freie Universität Berlin, Ines Langer 2017
Fesselballon während Messkampagne in Stuttgart
© Abdul Samad, IfK, Universität Stuttgart 2017
   
biomet Ma-Aufbau
Biomet-Station der Technischen Universität Berlin im
Innenhof des OSZ Körperpflege © Fachgebiet Klimatologie, Technische Universität Berlin 2017

Aufbau eines Messgerätes der Technischen Universität
Berlin am Balkon des Mathematikgebäudes © Fachgebiet
Klimatologie, Technische Universität Berlin 2017

   
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Thermalbildkameras der TU Berlin, der TU Dresden, der
TU Braunschweig und der Universität Innsbruck auf dem
Dach des Mathematikgebäudes © Fachgebiet Klimatologie, Technische Universität Berlin 2017